Bewertung: Säure-Basen kurz & bündig

Thema verfehlt: Gesundes Leben, aber wenig über Säure-Basen.

[asa template_01]3830422636[/asa]

Die Säure-Basen-Balance ist derzeit eines der Mode-Themen zum gesunden Leben. Als mir dieses Buch in die Hand geriet, habe ich – ohne es zu überfliegen – zugegriffen, weil ich mir ein „Handbuch“ für unterwegs erhofft hatte, in dem man gut strukturierte Informationen über das Thema nachlesen könnte. Vor allem hatte ich an eine Tabelle gedacht, in der man die Lebensmittel ad-hoc hätte nachschlagen können.

Doch weit gefehlt: Klar, einige Seiten drehen sich dann auch um DAS Thema. Aber wir bleiben doch gehörig an der Oberfläche. Organische Zusammenhänge zur Übersäuerung werden m.E. völlig unzureichend dargestellt. Die Lebensmittel, die sauer, basis oder neutral sind, finden sich dann auch in drei Kapiteln, in der sie als Fliestext hintereinander aufgeschrieben sind. Einzige Unterteilung dabei: Start, mittel oder wenig. Für einen schnellen Blick total blöd. Und unvollständig.

Womit aber werden die Seiten sonst gefüllt? Mit blöden Ratschlägen! Stehen Sie morgens 20 Minuten früher auf und treiben Sie Sport, dann geht es ihnen besser. Machen Sie zwischendurch eine Fastenkur. Bewegen Sie sich viel. Meditieren Sie regelmäßig. Danke, das hat mir noch keiner so offen gesagt!

Ich halte diese Ratschläge für Allgemeinplätze, für die ich dieses Buch nicht gebraucht hätte. M.E. kommt es mir sehr in diesem Sinne etwas belehrend vor: Als wenn wir nicht wüssten, wo die Defizite sind.

Ich hätte mir Argumente für eine gesunde, basische Ernährung gewünscht. Mir ging es nicht um ein gesundes Leben im Allgemeinen (dazu gibt es regelmäßig umfassende Ratschläge). Die hier abgehandelten Punkte hätten meiner Meinung nach in eine Broschüre der Gesetzlichen Krankenversicherungen gepasst, aber unter diesem Titel als Buch zu verkaufen, ist unangebracht.

Tja, dann muss ich wohl woanders meine Tabelle suchen.