Bewertung: Trekstor i.Beat move M

Naja, ganz ok für den Preis, aber kein Top-Produkt!

Ich habe mich für dieses Gerät entschieden, weil es auf den Bildern gut aussah und eines der wenigen Geräte bei diesem Preis ist, bei dem der Speicher erweiterbar ist, hier mit einer microSD-Karte (übrigens im Gegensatz zur „S-Klasse“ der gleichen Reihe).
Die Farbe orange fand ich angenehm abweichend von den sonstigen Chrom- und Schwarzplastik-Geräten. Außerdem muss man bei immer kleineren Geräten ja auch aufpassen, dass man sie leicht wiederfindet. Bei diesem Neon-Orange ein geringeres Problem.

Das erste Gerät musste ich gleich retour geben. Made in China! Welches Elektronik-Gerät heutzutage nicht? Aber bei dem ersten Exemplar – wohl die Montagsausgabe – war auf der Rückseite eine deutliche Delle zu sehen. Es sah aus, als wäre eine Schraube von innen nach außen zu weit durchgedrückt. Wo rohe Kräfte sinnlos walten Zum Glück ist der Service bei Amazon so freundlich, gleich nach Reklamation ein neues Gerät auf den Weg zu schicken, ohne dass das defekte schon dort angekommen sein müsste.

Der TrekStor wird im Windows als Laufwerk erkannt. Oder nein, als zwei Laufwerke, eines extra für die Speicherkarte. Übrigens auch, wenn gar keine eingesteckt ist. Das Bespielen lief dank iTuntes Sync (Extra-Programm!) recht komfortabel. Auch das Kopieren per Drag and Drop lief nach meinem Gefühl recht flott. Ich war jedenfalls froh, kein spezielles Programm verwenden zu müssen, wie dies bei meinem alten Gerät der Fall war.

Beim ersten Einschalten dachte ich, ich hätte ein weiteres Wegwerf-Produkt erworben: Nach drücken der Play-Taste (2 Sek. lt. Handbuch) passierte zunächst nichts. Es vergingen beim ersten Start doch schon so 8 Sek. Und man muss länger als 2 Sek. drücken., um das Gerät aus dem Standby zu wecken. Außerdem scheint es sich nicht zu merken, an welcher Stelle man gestoppt hat. Muss ich mal weiter testen Die Menüführung finde ich komisch: Man muss zwischen Audio-, Video- und Foto-Modus wechseln. D.h. das Gerät erkennt nicht selber, welche Dateiart man gerade aufruft? Irgendwie doof. Und bei den Audio-Files wird leider kein Cover angezeigt.

Die Vorderseite des Gerätes ist aus hochglänzendem Kunststoff. Dementsprechend schmieranfällig. Die Bedienung der Tasten ist etwas träge und der Druckpunkt ist  komisch (beim ersten Gerät – s.o. – zudem etwas knirschig), hoffentlich spielt sich das noch ein. Auf der gebürsteten Rückseite (Metall, schwarz) prangt ein fetter weißer Stempel vom Hersteller, ist nicht wirklich schön. Auf den Fotos bei Amazon sieht das Ding besser aus (in orange fast wie von innen beleuchtet…). Die microSD-Karte steckt unten im Gehäuse und steht etwa 1 mm heraus – praktisch beim fixen Wechsel, wenn man keine langen Fingernägel hat, aber ich hoffe, dass sie mir nicht aus Versehen verloren geht.

Mitgeliefert wurden Handbuch, Kopfhörer, Trageriemen, USB-Kabel und CD. Auf der CD soll auch ein Konvertierungsprogramm für AVI-Dateien sein, habe ich aber noch nicht genutzt. Über das USB-Kabel wird das Gerät auch aufgeladen – also über den PC. Für die Urlaubsreise empfiehlt sich also ein separates Ladegerät. Der Kopfhörer kann auch mittels Schlaufe am Gerät fixiert werden – über einen Stöpsel fix abnehmbar. Jedoch ist die eine Öse dann aber belegt und für den Trageriemen ist kein Platz mehr.

Wegen des Klanges sollte man mich nicht fragen, da ich kein absolutes Gehör habe. Zudem höre ich meist Hörbücher.

Insgesamt meine ich, das Gerät ist angemessen mit dem Speicher und zur jetzigen Zeit. Eine Differenzierung zur höheren Preisklasse muss ja gemacht werden, was bei Verarbeitung und Software offensichtlich geschehen ist. Vielleicht werden einige Hampeligkeiten in der Bedienung mittels Firmware mal ausgebessert. Ich weiß zwar nicht, ob ich mir dieses Gerät nochmal holen würde, bin aber zunächst zufrieden.