Warum nicht eine Kolumne?

Gestern sah ich in der Wiederholung der Harald-Schmid-Show das Interview mit dem Satiriker und Kolumnisten Hans Zippert. Er hat unter anderem sein Buch “Was macht dieser Zippert eigentlich den ganzen Tag?” als Anleitung angepriesen, wie man Kolumnen schreibe. Da kam mir die Idee, dies als eine Aufgabe für mich anzunehmen. Also habe ich dieses Buch gleich geordert und – noch vor dessen Konsum – entschieden, dass ich es tue … hiermit zum ersten Mal. Naja, es sei denn, man versteht die anderen Beiträge dieses Blogs auch schon als Kolumne.

Die Kolumne (von der Kolumne des Drucksatzes) bezeichnet in der Presse sowie im Online-Journalismus einen kurzen Meinungsbeitrag als journalistische Kleinform.

So lautet jedenfalls die Definition von Wikipedia. Ich merke mir also, mich unter dieser Kategorie kurzfassen zu müssen. Oder heißt es “kurz fassen”. Ich lasse hier mal beides gelten, weil wohl beides seine Berechtigung hätte. Das Internet hat bei allen Vorteilen zur Vernetzung der fast unzähligen Geister dieses Planeten auch viel Geistloses zu bieten, mit dahin gewürgten Inhalten – wobei “gewürgt” jetzt noch ein gewisses Maß an Anstrengung impliziert, welche bei der gaga-esken Art keinesfalls zu unterstellen wäre. “Kurz fassen” soll also bedeuten, ich möchte zumindest einmal noch drüberlesen (oder “drüber lesen”), bevor ich meinen „kurzen Meinungsbeitrag” öffentlich mache. Gut, ich gebe zu, meine orthographische Prüfung würde nicht jeden Fehler ausräumen können, aber zumindest will ich verhindern, dass Worte an der falschen Stelle stehen – was bei meinen Umtextungen zeitweise geschehen könnte.

Ob ich Leser haben werde? Dies scheint selbst vielen Bloggern, Twitterern und Postern egal zu sein. Daher schere ich mich zunächst auch nicht darum. Witzig muss ich wahrscheinlich schon noch werden, um den Pegel der Belanglosigkeit zu überschreiten. Alternativ darf es auch intelligent sein. Ich arbeite daran; ich bitte derweil um Geduld.

Gagaismus. Vielleicht mein Thema für den nächsten Eintrag.